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2003

01. 11. 2003


Stadthalle Steyr: Eine Komplettlösung zum Fixpreis
Die Stadt Steyr entschied, sich die Errichtung der neuen Stadthalle durch eine Grundplanung und eine Beschreibung der wichtigsten Funktionen und Qualitätsstandards zu beschreiben und so als Generalunternehmerleistung auszuschreiben.
So sollte gewährleistet werden, dass die Kontrolle und das Projektmanagement beim Magistrat effizient organisiert und auf die wichtigen Funktionen konzentriert werden können. Ein Konzept, das voll aufgegangen ist.
Die Arbeitsgemeinschaft DYWIDAG – STRABAG konnte durch innovative Vorschläge und einen wettbewerbsfähigen Preis die Stadt Steyr im Ausschreibungsverfahren überzeugen.
Somit lag es an der Baufirma bei gegebener Qualität und Funktionalität in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten und den Fachplanern die Details so zu gestalten, und die Produkte und Lieferanten so zu wählen, dass die festgelegten Anforderungen mit vorgegebenem Budget zeitgerecht und vollständig zur Zufriedenheit des Bauherren erfüllt werden konnten.
Jedes Detail wurde nach Abstimmung mit dem Generalplaner und Architekten dem Bauherrn zur Freigabe vorgelegt, dabei wurden auch verschiedene Varianten vorgeschlagen und deren Auswirkungen beschrieben.
Durch die intensive Zusammenarbeit mit den Planern und Lieferanten konnten innovative Vorschläge, sei es in Form von innovativen Bauverfahren oder bei der Verwendung von Materialen oder Änderungen und Umplanungen, noch in der Bauphase jederzeit eingearbeitet werden.
Bei der Stadthalle entschied man sich zum Beispiel dem Vorschlag zu folgen die Klimatechnik am Dach und nicht wie ursprünglich vorgesehen im Keller zu positionieren, so konnten die Leitungen verkürzt und damit in Zukunft unnötiger Energieverlust verhindert werden, außerdem bringt die neue Position Vorteile in der Wartung der Anlage.
Um die Last der Tribüne über nur vier Säulen abzutragen, wurde ein patentiertes DYWIDAG Spannstahlverfahren eingesetzt. Die gesamte Zuschauertribüne kann dadurch von nur 4 Säulen getragen werden. So ist der Raum unter den Tribünen über 45 m frei zugängig und kann vollwertig genutzt werden.
Ein bautechnisches Wunderwerk stellt die im Eingangsbereich positionierte um 450° gewendelte Stahlbetonstiege dar. Die Stiege steht frei im Raum, das Gewicht wird über nur einen Punkt getragen, am oberen Ende ist sie in die Decke eingespannt.
Um das kleine Kunstwerk als Blickfang voll zur Geltung zu bringen, wurde auf eine zarte Konstruktion geachtet, trotzdem wollte man nicht auf die Qualität von Stahlbeton verzichten. Weil so die notwendige Bewehrung nicht im schlanken Betonkörper untergebracht werden konnte, wurde das Geländer auch statisch zur Lastabtragung genutzt.
Um die Orientierung zu optimieren, Stimmung zu erzeugen und die Halle optisch abzustimmen, wurde ein eigener Farbplaner beauftragt. „Die langen Diskussionen mit dem Farbplaner waren mühsam aber auch sehr interessant, Farben haben wirklich große Wirkung auf Stimmung und letztlich auf die Lebens- und Arbeitsqualität. Das Ergebnis ist wirklich toll“, meint Bauleiter Ing. Peter Haas von der DYWIDAG.
Schon beim Eintritt in das lichtdurchflutete Foyer empfängt einen ein beeindruckendes Farbenspiel. Vier orange Säulen zeigen, dass sie die Kraft haben, die gesamte Deckenkonstruktion zu halten. Der blaue Sanitärbereich weist auf die Frische und Sauberkeit hin und die gelbe Wand im Gang entlang der Halle regt zur Bewegung an. Der dunkelrote Restaurantclub macht auf sich aufmerksam und strahlt Wärme, Eleganz und Gemütlichkeit aus und die feinen Grau- und Rosttöne der Kletterwand erinnern an Urlaub. Im Garderobenbereich wurde auf Orientierung und auf eine erfrischende, Spannung abbauende Stimmung das Hauptaugenmerk gelegt.
Die einzelnen Umkleidekabinen sind in unterschiedlichen Grundfarben gehalten. Die öffentlich zugängigen Türen wurden durch auffallende Farben betont, während die Türen der inneren Erschließung etwa z.B. Zugänge zu Technikräumen oder Lager dezent in der Wandfarbe versteckt wurden.
Zur Energieoptimierung wird im Winter die einströmende, kalte Außenluft über einen Wärmetauscher durch die verbrauchte aber warme Innenluft vorgewärmt. Im Sommer funktioniert dieses Prinzip für die Kühlung der vollklimatisierten Halle natürlich umgekehrt genauso. So wird bis zu dreimal pro Stunde die gesamte Luft in der Halle ausgetauscht, um auch an sehr heißen Sommertagen bei hitzigen Großveranstaltungen Zuschauer und Sportler ausreichend mit wohltemperierter Frischluft zu versorgen.
Die Haustechnik ist überhaupt ein Gustostück. Über einen zentralen Rechner kann die gesamte Anlage gesteuert werden und z.B. die über 40 m langen und rund 10 m hohen Trennvorhänge bewegt werden oder die gesamte Halle etwa für Multimedia-Vorführungen auf Knopfdruck verdunkelt werden.
Die Glasfassade ist mit einer neuartigen Beschichtung versehen, die in Fachkreisen Clear-Shield genannt wird. Dadurch reinigt sich das Glas bei starkem Regen selbstständig. Diese Technik wurde aus der Natur abgeschaut, darum wird das Prinzip, mit dem die Beschichtung funktioniert, auch Lotus-Blüten-Effekt genannt.
Die Beauftragung von Generalunternehmer als Vollausstatter und Komplettanbieter ist ein leistungsstarkes, innovatives, wirtschaftliches und für beide Seiten interessantes Modell. Der Auftraggeber kann sich damit voll auf seine Bedürfnisse und Anforderungen konzentrieren, der Generalunternehmer ermöglicht durch straffes, effizientes Baumanagement und moderne Bau- und Gebäudetechnik die termingerechte und vollständige Realisierung dieser Anforderungen in einem vorgegebenen und ausverhandelten wirtschaftlichen Rahmen.

Ing. Peter Haas und Mag. Johannes Hofer
DYWIDAG Linz, im November 2003



26. 03. 2003


Runde Sichtbetonwände für das neue Medicent Ärztezentrum an der Linzer Donaulände.
Anspruchsvolle Architektur erfordert moderne Bautechnik. Die Firma DYWIDAG zeigt an der Errichtung des modernsten Ärztezentrums Österreichs, dem Medicent Linz eine Bau-Meisterarbeit mit technischen Raffinessen. Die Architektur, die Materialien und Gerätschaften sowie die kaufmännische und logistische Organisation zur Gewährleistung von Qualität, Zeit- und Kostenrahmen stellen an die Bauexperten hohe Ansprüche. Für die Spezialisten der DYWIDAG ist diese Arbeit, so wie der tägliche Umgang mit Spezialgerät wie etwa Theodolithmessgeräten und spindelbaren Rundschalungselementen, selbstverständlich.
Das Medicent Linz an der Donaulände wurde mit runden Wänden geplant. Die Großbaustelle an dem prominenten Platz ist nun voll angelaufen. Das erste Tiefgaragengeschoss ist schon fast fertig.
Begünstigt durch das milde Wetter herrscht Großbetrieb auf der Baustelle. Über 1.000 m3 Beton und über 100 Tonnen Baustahl werden pro Woche verbaut. Die runden Stahlbetonwände stellen eine besondere Herausforderung für die Bautechnik dar. „Das ist für uns kein Problem“, meint Bauleiter Milan Lettrich von der DYWIDAG Linz. „Die Rundungen werden einfach mit flexiblen, auf beliebige Radien spindelbaren Schalungselementen hergestellt.“
Das Architekturbüro Heinz-Mathoi-Streli plante dabei mit Zirkel und Computer in insgesamt weit über 50 unterschiedlichen Radien, jetzt wird die am Papier und auf EDV geplante, außergewöhnliche Architektur von DYWIDAG in die Wirklichkeit umgesetzt. Die einzelnen Kreisbögen der Mauern müssen an genau definierten Stellen nahtlos ineinander übergehen, es dürfen keine Kanten sichtbar werden. So entstehen ca. 10.000 m2 Nutzflächen mit harmonisch gekrümmten Grundrissformen. Im Inneren wurden zwei ebenfalls rund geformte, ovale Lichthöfe geplant.
Ein entscheidender Punkt auf der Baustelle ist die exakte Vermessung. Zwei Mitarbeiter sind damit ständig beschäftigt und alleine dafür verantwortlich. Mit Hilfe von Theodolithmessgeräten werden die am Papier festgelegten Achsen und Kreismittelpunkte auf den Bodenplatten und Decken eingemessen und markiert. Von hier aus können anschließend die einzelnen Radien fixiert werden, um die Schalungen richtig zu positionieren. Entlang von den am Boden gekennzeichneten Kreisbögen werden zunächst die Außen- und später die Innenschalungen mit Stahlspindeln genau so gekrümmt, wie sich das der Architekt vorstellt.
„Um die hohen Ansprüche an die Sichtbetonoberfläche Klasse S3 zu erfüllen, haben wir sehr gute Zimmerer auf der Baustelle, die genau und sauber arbeiten und bei jedem Arbeitsschritt selbst mitdenken“, meint Polier Karl Steinhofer von DYWIDAG. Wenn die Schalungselemente stehen, wird die Bewehrung verlegt, die Schalung geschlossen und abgedichtet, vom Polier kontrolliert und anschließend betoniert. Saubere Oberflächen sind dabei besonders wichtig, jede kleine Verschmutzung wäre später an der Oberfläche der Sichtbetonwände zu erkennen.
Im Dezember 2003 wird das fertige Gebäude an den Bauherrn, die Tiroler Immofina Holding übergeben. Im Medicent Linz werden im 1.OG 23 moderne Arztpraxen errichtet, im 2. Obergeschoß werden Büroräumlichkeiten mit toller Aussicht angeboten und das 3.OG wird einen hochmodernen Fitness- und Lifestyleclub mit Pool und Sauna beherbergen. Eine großzügige Tiefgarage mit 220 Stellplätzen vervollständigt das Projekt.
Die Firma DYWIDAG errichtet für die Immofina Holding zurzeit drei Medicents in Salzburg, Innsbruck und Linz.
Für allgemeine Rückfragen und Fragen zur Firma Dyckerhoff & Widmann Ges.m.b.H. steht Ihnen Hr. Ing. Herbert Berger von der Geschäftsführung gerne zur Verfügung, zur Besprechung von technischen Details der Baustelle wenden Sie sich bitte an Hr. Bmst. Ing. Ewald Kreuzhuber. Telefonisch erreichen Sie beide Herren unter der Telefonnummer Tel. 0043 (0) 732 38 32 91.

Linz, am 26. März 2003



 
 
DYWIDAG Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H. | Thanhoferstraße 5-7 | A-4021 Linz | Tel. +43 (0) 732 383291-0 | Fax: +43 (0) 732 383291-40